Freitag, 22. Mai 2026

Was verbirgt sich hinter dem Feldberg - Teil 1?

Feldberg vom Schauinsland

Der Namen “Feldberg” ist erstmalig 965 in der Klosterchronik von St Blasien als “Veltperch” zu finden. Ansiedlungen im Feldberggebiet waren 1130 beim Feldsee oder 1238 als Kloster im St Wilhelminer Tal zu finden. Ab dem frühen Mittelalter diente der Feldberg als ertrageiches Weidefeld. 1365 zahlte der Vogt von Todtnau einen Gulden für das Weiderecht. Im Laufe der Jahre bauten die umliegenden Gemeinden Viehhütten auf dem großen Rücken des Feldberges. So entstanden allmählich die Todtnauer, St Wilhelminer, Zastler, Baldenweger und Menzenschwander Hütte in der Einsamkeit des Berges. Begünstigt wurde der Weidebetrieb in jener Zeit durch den großen Holzverbrauchs des Bergbaus und vor allem der Glashütten. Vereinzelt verirrten sich auch Besucher auf den Feldberg, wie Fürstabt Gerbert von St Blasien 1783 in seiner Schrift “Historia Nigrae Silvae” verriet. In dieser beschrieb er nach der ersten Nacht, wie er und seine Begleiter mit “einer schleunigsten Flucht über den rauhen, jähen und steinigen Rücken des Berges zu fliehen hatten”.

Geordnete Besucherzahlen waren erst mit dem Bau eines Karrenweges 1848/49 von Todtnau, Zeiger, Bärental nach Altglashütten möglich. So kam zugleich die Überlegung der Feldberggemeinden auf, anlässlich der Vermählung des Großherzogenpaars in Erinnerung einen Turm zu bauen. 1858 stand der 12 m hohe “Friedrich-Luise-Turm”auf dem Gipfel. Damit war der Bann gebrochen:  1863 wurde mit dem Bau des Feldbergerhofs begonnen, dessen erster Pächter Augustin Mayer aus Menzenschwand war. Während der einsamen Wintermonaten auf dem Feldberg wird berichtet, dass er oft mit seinen beiden Bernhardiner Hunden unterwegs war, um Verirrte und Vermisste zu suchen.1864 wurde der Badische Schwarzwaldverein in Freiburg gegründet.1885 wurde eine neue Straße von Todtnau zum Feldberg gebaut, die erst 1934 eine Teerdecke erhielt! 1887 wurde die Höllentalbahn eingeweiht, so dass durch die verbesserte Infrastruktur die Sommerfrischler zunahmen. 1896 wurde ebenfalls auf dem Seebuck das Bismarck-Denkmal in Gedenken an den ehemaligen Reichskanzler Bismarck errichtet.

1891 wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen, denn der französische Diplomat Dr Pillet fuhr mit seinen Schneeschuhen auf dem Feldberg. Ein erschrockener Bauer fragte ihn, wo er das Fasnetskostüm wohl her habe. Damit war die Wintersaison eröffnet. In deren Folge entstanden weitere Gasthäuser: Hebelhof 1907, 1914 Jägermatt und 1924 das Caritas-Haus. 1913 war ein neuer 21 m hoher Turm wieder auf dem Seebuck des Feldbergs vom Schwarzwaldverein erbaut worden, nachdem Todtnau 1877 sich weigert hatte für die Reparaturkosten weiter gerade zu stehen. 1913 war zur Überraschung der Besucher Artur Faller mit einem Doppeldecker auf dem Feldberg gelandet. Glücklicherweise wurde der Expansion Einhalt geboten, denn 1937 wurde der Feldberg unter strengen Naturschutz gestellt.

Schwierig für die Entwicklung des Fremdenverkehrs auf dem Feldberg war, dass verschiedene Gemeinden hier zusammenstießen: Bernau, Brandenberg, Hinterzarten, Menzenschwand, St Wilhelm, Todtnau und Zastler. Was nur in Zeiten des 3. Reiches möglich war, geschah 1939. Mit einem Federstrich wurden den Gemeinden 805 ha Gelände -nämlich das Feldberggebiet- ohne zu fragen enteignet und die Gemeinde Feldberg aus der Taufe gehoben. Ansprüche der Gemeinden sollten später geregelt werden. Denn auf dem Feldberg sollte Großes entstehen. Eine 20 km lange Untertunnelung des Feldberges vom Wiesental bis zur Dreiseeenbahn mit einem unterirdischen Bahnhof bei der Menzenschwander Hütte, sollte die Voraussetzung für ein “St Moritz des Feldbergs” sein. Hotels, Sportsiedlungen mit Olympischen Dorf, Freibad, Eislaufstadition und Rathaus sollten den äußeren Rahmen geben. Der Zweite Weltkrieg brachte viel Leid und Zerstörung, aber wenigstens hat er diese gigantischen Pläne verhindert.

Donnerstag, 14. Mai 2026

Was verbirgt sich hinter der Fürstlich Fürstenbergischen Glashütte Seebach?

Glasbläserei 1820

Die klassischen Glashütten zählten acht bis zehn Glasbläser, die pachteten von der Obrigkeit einen Bezirk Wald zum Ernten des Holzes, stellten Holzfäller, Schürer und Pottaschesieder an und entrichteten ihren Obolus immer gemeinsam. Aber jeder Glasbläser hatte seinen eigenen Ofen und vertrieb die Glaswaren über Glasträger auf eigene Rechnung. Später entwickelten sich auch Unternehmerglashütten. Die Glashütte vor Seebach sollte einzigartig im Schwarzwald eine Dienstleistungs-Glashütte werden.

Ausgangspunkt aller Überlegungen waren die riesigen Waldungen des Fürsten von Fürstenberg im Seebachtal und dem heutigen Glaswaldsee 5 km unterhalb von Bad Rippoldsau im Wolftal. Graf Albrecht zu Fürstenberg hatte der Stadt Straßburg 100.000 Klafter (300.000 m³) Brennholz angeboten aber keine Kaufzusage erhalten. Die Sorge der Verwendung des Holzes drückte den Grafen sehr. Außerdem hatte er zusätzlich Sorgen wegen der Verhältnisse in seinem „Sauerbrunnen“ in Rippoldsau. Hier bedurfte es einer ordnenden Hand. Vielleicht ließe sich beide Probleme miteinander lösen, überlegte der Wolfacher Oberamtmann Branz und verfolgte die Idee einer Glashütte vor Seebach. Ein lediger Glasbläser muss her, der auch die Tochter des Rippoldsauer Bademeister Jergen Schmidts heiratet, um diesen auch noch ersetzen zu können.

Branz fand schließlich einen jugendlichen Glasmacher namens Haug, dessen Eignung war zumindest nicht verheiratet zu sein. Mit diesem wanderte er 1587 das Seebachtal hinauf, um dessen Eignung zur Herrichtung eine Glashütte zu erkunden. Denn so könnten „hauß und güeter nit in fremde händ kommen“. Aber Haug erklärte dem Oberamtmann, „es sey viel zu winterlich und das Tdall auch zu eng; er besorg, man wirde auch mangel an sandt haben. Holz sey sonst genuog vorhanden“.  Ob der Eindruck von Jergen Schmidts Tochter auch das Urteil des jungen Glasmachers beeinflusst hatte, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall wurde die Idee einer Glashütte für die Botteln des Sauerbads nicht mehr aufgegeben.

Erst 100 Jahre später erzählen die Akten wieder was über die Glashütte vor Seebach. Wie erwartet erwiesen sich die Arbeitsmöglichkeiten als ungünstig, so dass der damalige Glasmacher sich mit seinen Klagen an den Grafen Maximilian Franz in Stühlingen wandte. Die Holzversorgung war so schlecht, dass der Graf 1681 die Saumseligkeit des Hüttenmeisters  Peter Schmidt für die Beschaffung der nötigsten Roh- und Betriebsstoffe rüffelte und auch die Bereitschaft des Wolfacher Oberamts tadelte, der Hütte die nötigen Holzarbeiter zur Verfügung zu stellen.

Um alle Probleme zu lösen und um die Ertragskraft schlesischer Glashütten zu erreichen, wurde 1681 ein einzigartiger Dienstleistungsvertrag mit dem Glasmacher Johann Sigmund von Ellwangen geschlossen. Er wurde zum Glasschreiber für vier Stände der Seebacher Glashütte bestellt und war durch einen Eid an den Landesherrn gebunden. Meister wie Helfer waren allesamt Angestellte des Grafen und mussten ihren Erlös abgeben. Als jährliche Besoldung erhielt Johann Sigmund neben der Wohnung und Besoldung fünfzig Gulden und Korn von  der Wolfacher Schaffnei. Diese Organisationsform sollte 3 Jahre halten und war dem Bergbaubetrieb nachgebildet.

Nach dem Tode des Grafen verpachtete seine Frau die Glashütte 1684 an den Physikus der Herrschaft Kinzigtal, Dr Chorhummel und Johann Vogt aus Wolfach. Die Pacht sollte bis Ende 1687 dauern. Die Lösung die Glashütte an Unternehmer zu verpachten kann nicht lukrativ gewesen sein. Aus Unterlagen geht hervor, dass die Glasmacher Thomas Sigwarth und Samuel Staadler die Hütte für nur 30 Gulden Jahreszins gepachtet hatten. Wie lange die Hütte noch nach 1688 in Betrieb war ist nicht bekannt. Ein erneuter Versuch 1795 eine neue Hütte zu gründen, wurde auf Grund der gemachten Erfahrungen vom Fürsten abgelehnt.

Schwarzwälder Flaschen Museum Triberg

Freitag, 8. Mai 2026

Was verbirgt sich hinter der Plotzsäge von Bad Herrenalb?

Plotzsäge Bad Herrenalb

Im Schwarzwald war in früher Zeit nur die Plotz- bzw Klopfsäge bis 1840 bekannt Sie war billig in der Herstellung, da nur das Sägeblatt aus Metall war. Wasserkraft war ja genügend vorhanden.

Mit dem Wasserrad a dreht sich auch der Wellenbaum, der hier zwei Nocken c und d trägt. Sie werfen das Gatter e nacheinander nach oben; beim Zurückfallen in Folge der Schwerkraft geschieht der Sägeschnitt. Die Ruten f fangen dabei das herabfallende Gatter elastisch auf. Das Gewicht des schweren Gatters übernehmen zum Teil die Langbäume g. Beim Aufschlagen des Gatters auf die Ruten entsteht ein weithin schallendes Geräusch: Auf schwäbisch “plotzen” oder alemannisch “klopfen”. Daher der Name für den Sägetyp.

Als eine der ältesten Sägemühlen im Schwarzwald ist die Plotzsäge Bad Herrenalb mit einem 6 m oberschlächtigen Wasserrad im heutigen Loffenau anzusehen. Ursprünglich wurde sie im 13. Jahrhundert gebaut und befand sich im Besitz der Ebensteiner als Lehen des Bistums Speyer und kam 1297 an das Kloster Herrenalb. Im alten Lagebuch des Klosters Herrenalb, “der Erneuerung des Burarizins” von 1508 wird sie zum Dorf Loffenau gehörig an der obersten Alb im Gaistal aufgezählt. Denn von diesem Zeitpunkt bis 1582 hatte das Kloster sie an die Bewohner von Loffenau verliehen. Danach kam sie lehensweise an Gernsbacher Schiffer, darunter der Murgschiffer Jakob Kast. Krieg, Verwüstung und Pest verhinderten von 1634 bis 1671 einen Zinsertrag. 1697 brannte die Plotzsäge ab und wurde im gleichen Jahr wieder nach technisch neuestem Stand mit einem Hochgang, einem Kammradgetriebe sowie eisernen Wellen und Beschlägen aufgebaut.

Seit 1880 befindet sich in einem Teil des Gebäudekomplexes ein Waldgasthaus betrieben durch die Familie Kübler in 10. Generation. Die ersten 5 Generationen waren noch als Holzsäger tätig. Das noch vorhanden Holzsägewerk wurde 1699 erstellt und bis heute im Original funktionsfähig erhalten. Insgesamt rund 800 Jahre an einem Standort.

Im Löffeltal zwischen Hnterzarten und Höllsteig steht ebenfalls eine wieder 1982 in Gang gesetzte Klopfsäge. Sie ist 1828 vom Klingenhof damals gebaut worden. Allerdings stand schon 1640 im oberen Löffeltal die erste Klopfsäge. Sie gehörte zum damaligen Rößlehof.

Als mit der Säkularisierung 1806 der Müllbann des Klosters St Blasien aufgehoben wurde, wurde im oberen Wiesental in Fröhnd eine Klopfsäge gebaut. Sie war noch bis 1956 zum Einschneiden von Holz in Betrieb. Durch Initiative der Fröhnder Freunde konnte die Säge bis heute funktionsfähig erhalten werden und wurde nicht wie geplant abgerissen. Sie ist die einzige funktionsfähige Klopfsägei m Schwarzwald, die noch an ihrem ursprünglichen Standort geblieben ist.

Es gibt noch eine funktionsfähige Klopfsäge im Gutacher Freilichtmuseum “Vogtsbauernhof” zu besichtigen, die aber nicht an ihrem ursprünglichen Standort steht.



Freitag, 1. Mai 2026

Was verbirgt sich hinter den Schwarzwälder Klöster mit der französischen Revolution?

Kloster St Blasien 1874

Vor 1789 glaubte man, dass in den Schwarzwälder Klöster die Welt noch in Ordnung gewesen sei. Die Mönche pflegten das Gebet und Gesang, forschten, lehrten und widmeten sich der Wissenschaft. Überall entstanden im 18. Jahrhundert Neubauten der Klöster, ohne dass diese notwendig gewesen wären. Die neuen Klosterbauten St Trudpert, St Peter, St Blasien, St Märgen, St Ulrich, Tennenbach, Gengenbach, Ettenheimmüster, Lichtental und Frauenalb sahen wie Schlösser aus, wurden aber zu Ehren Gottes gebaut. Dabei dienten sie der Hofhaltung der Äbte wie weltliche Herrscher und dementsprechend wurde getafelt. In St Blasien tranken sie aus silbernen und vergoldeten Bechern, der Abt von St Trudpert ging zur Jagd, der von St Peter trug eine Bibliothek wie ein Herrscher zusammen.

Mit Beginn der französischen Revolution 1789 gelangten auch auf den Schwarzwald bald die Schockwellen. Die Äbtissin von Frauenalb benötigte militärische Hilfe, um ihre Untertanen zu besänftigen. Ebenso in Ettenheimmünster begehrten die Untertanen gegen den Krummstab auf. Vor den Toren des Klosters Allerheiligen zogen bewaffnete Bauern auf. Auf dem Hotzenwald waren die Salpeterer zwischen 1727 und 1755 in drei Kriegen schon gegen das Kloster St Blasien gezogen und nur brutale Gewalt des Hofes in Wien stellte die Ordnung wieder her. Die Welt der Klöster war in Unordnung geraten. Verschlimmert wurde es in Vorderösterreich durch die Reformen der Klöster von Kaiser Joseph II: Klöster ohne Erziehungsauftrag sollten aufgelöst werden. So berichtet der Abt von St Peter 1782, dass die Klarissinnen zu Freiburg ihre weltlichen Kleider anziehen und das Kloster verlassen müssen. Die Kartäuser laufen schon lange mit Perücken und Weltkleider herum. Aber der Riss reichte mitten in die Klöster hinein. In den Konventen machten sich Unruhen bereit, denn die Gerüchte, dass die Klöster aufgelöst werden würden, machten sich breit.

Die ohnehin vorhandene Spaltung wurde durch die vielen französischen Flüchtlingen verstärkt, da diese in den rechtsrheinischen Klöstern Zuflucht suchten. So berichtete Abt Speckle, dass es in Freiburg nur so von Emigranten wimmelte. Der größere Teil diente nicht der Sittenverbesserung. Die Geistlichen sind Müßiggänger, die übrigen behaupteten noch ihren Adelsstolz mit all den negativen Begleiterscheinungen. Im Kloster Ettenheimmünster, das zum Bistum Straßburg gehörte, sammelten sich neben Soldaten und Seminaristen auch Benediktiner  aus den elsässischen Klöstern. Zu allem kam 1790 noch Kardinal von Rohan, Fürstbischof von Straßburg, mit Sack, Pack und Gefolge, weil er in Straßburg nicht mehr sicher war.

Viele Mönche verließen in damaliger Zeit ihre Klöster und liefen zur Revolution über. Ein Grund war sicherlich, dass manche Mönche sich mit dem Orden, dem sie angehörten, innerlich sich nicht mehr identifizierten. Sie waren nur dem Kloster beigetreten, das ihnen eine sonst ganz unerreichbare Bildung und Stellung bot. Die Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Orden konnte leicht in Ablehnung umschlagen, wenn man sah, wie oft der arme Mann ausgenutzt wurde.

So war es wohl die Französische Revolution in den Schwarzwälder Klöster die Klärungs- und Entscheidungsprozesse beschleunigte, die ohnehin längst fällig waren. Im Kloster zu bleiben lohnte sich nicht mehr, denn der Reichsdeputationsausschuss machte mit den Klöstern kurzen Prozess, in dem er sie säkularisierte. Baden war sicherlich ein Hauptgewinner an Land, Leuten, Geld von den katholischen Bistümer, Stifte und Klöster.

Mit großer Verbitterung und Trauer sah Abt Speckle, dass die Mitbrüder ihn bei der ersten Gelegenheit verlassen hatten., dass selbst die, die im Kloster blieben, des klösterlichen Lebens überdrüssig waren. Keiner ging mehr mit zum Chorgebet, das einst im Mittelpunkt stand: “Ich bete die Metten ganz allein in der Stille auf dem oberen Chor“, so der verbitterte Abt.

Freitag, 24. April 2026

Was verbirgt sich hinter Brigach und Breg?

Bregquelle bei Martinskapelle
Über viele Jahrhunderte ging der Streit um die Frage, wo entspringt die Donau und mit welcher Länge durchfließt sie halb Europa bis ins Schwarze Meer? Sind es 2811 oder 2857 km Länge? Viele Wissenschaftler haben sich die Köpfe zerbrochen: Im Mittelalter war die Vorstellung der Ursprung der Donau liege hinter der Eschinger Burg, daher der Name –Donau-Eschingen. Überliefert ist, dass König Maximilian 1499 die Donauquelle in Donaueschingen besuchte.  Er ließ rund um die Quelle Zelte aufstellen und veranstaltete ein Fest, bei dem man Reigen um die Quelle tanzte. Auch der berühmte Kosmograph Sebastian Münster besuchte kaum 40 Jahre später die Donauquelle, beschrieb die gefasste Quelle und überlieferte, dass der Abfluss der Quelle  nur zwei Steinwürfe vom Schloss in die Brigach flösse. Von diesem Punkt ab sei von der Donau die Rede, die dann einen Büchsenschuss weiter Richtung Süden die Breg aufnehme. Der Züricher Arzt und Mathematiker Johann Scheuzer schoss aber den Vogel 1711 ab, als er kurzerhand die Quelle vom Inn, der höchstgelegenen Quelle, zur Donauquelle erklärte.

Nach allgemeiner, anerkannter wissenschaftlicher Definition, gilt der längste Zufluss als Quellfluss. Da beißt die Maus keinen Faden ab, es ist die Breg: Die Bregquelle liegt auf 1.078 m auf der Martinskapelle im Katzensteig bei Furtwangen und ist 45 km lang bis zum Zusammenfluss mit der Brigach bei Donaueschingen. Eine Tafel an der Quelle weist auf den Beginn der geographischen Längenmessung der Donau hin. Die Breg fließt durch Furtwangen, das Schönenbachertal, Vöhrenbacher Ried vermittelt eine Vorstellung wie früher die die meisten Talauen im Bregtal ausgesehen haben, ab Vöhrenbach nutzen mehrere Wasserkraftwerke die Breg, das Hochwasserrückhaltebecken bei Wolterdingen, bei Hüfingen gliedert sich die Breg in drei Arme: einmal zum Kofenweiher als Naherholungsgebiet, an den Weiher mit Kraftwerk, bei der Seemühle und den Mühlenkanal, ab Hüfingen sind es noch 4 km an Allmendshofen vorbei bis zum Zusammenfluss mit der Brigach.

Die Quelle des zweiten Zuflusses der Donau, die Brigach bringt es auf 40 km bis zum Zusammenfluss
mit der Breg und liegt im Keller des 450 Jahre alten Hirzbauernhofes 930 m hoch und wird in einen kleinen Teich vor dem Hof geleitet. Der Hof liegt im Obertal von Brigach, heute ein Ortsteil von St Georgen. Über Brigach zum ehemaligen Klosterweiher in St Georgen geht der Weg der Brigach nach Villingen, dort versuchten die Schweden 1634 mit einem Staudamm die Brigach aufzustauen, um Villingen zur Kapitulation zu zwingen, was nicht gelang, über das Brigachtal wird Donaueschingen durchflossen.

Die sogenannte Donauquelle mit ihrem Donaubach liegt in einer Ecke des Schlossgartens des Fürsten zu Fürstenberg: Viele Leute sehen heute noch dies als Quelle der Donau an, die seit Überlieferungen des 14. Jahrhunderts dokumentiert ist. Es ist eine kunstvoll gefasste Karstquelle, sie ist der Wasseraustrittsort eines Karstgrundwasserleiters in einem Karsystem mit einer Schüttung von 60 bis 120 l/s und mündet heute nach 100 m unterirdischen Leitungen in die Brigach. Früher floss sie als offener Bach durch den Schlosshof. 1910 wurde im Auftrag von Kaiser Wilhelm II ein Donautempel am Ausfluss in die Brigach errichtet.

Früher bestand hier ein Sumpfgebiet, das man im 18. Jahrhundert trockenlegte. Vor 1828 bestand eine viereckige Fassung um die Quelle. Sie ist eine von 22 Quellen im Umfeld des Zusammenflusses von Breg und Brigach. 1875 wurde die Quelle von Fürst Karl Egon III als kreisrundes Quellbecken  gestaltet. Die Figurengruppe zeigt wie die „Mutter Baar ihrer jungen Tochter Donau den Weg in die Ferne weist“. Sie kam 1896 hinzu. Seit 2013/2015 wurde die Donauquelle einer grundlegenden technisch wie denkmalpflegerisch anspruchsvollen Sanierung unterzogen. Nach Genehmigung des Innenministeriums in Stuttgart 2022 dürfen Furtwangen als auch Donaueschingen entgegen der Wissenschaft die Bezeichnung „Donauquellenstadt“ tragen.

Donauquelle Donaueschingen


Freitag, 17. April 2026

Was verbirgt sich hinter dem Schwarzwaldmaler Hasemann?

Dabei war Wilhelm Hasemann überhaupt kein Schwarzwälder und sollte ursprünglich sich gar nicht der Malerei verschreiben: 1850 in Mühlberg, Sachsen,  in den Haushalt eines Schlossers geboren, sollte das elterliche Geschäft übernehmen und absolvierte eine dreijährige Schlosserlehre, obwohl seine Neigung und Begabung schon früh erkennbar war. Fürsprecher und Lehrer bestärkten die Eltern, die Talente der Malerei des Sohnes zu fördern. Im Dezember 1865 ging der Vater mit all den Unterlagen zur Königlichen Akademie der Künstler, um Erkundigungen einzuziehen und kam mit der Anmeldung des Sohnes zurück. 1866 bis 1872 erfolgte das Studium auf der Königlichen Akademie, 1873 bis 1879 schloss sich das  der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar an. Anstatt wie üblich eine Italienreise anzuschließen, wurde ihm empfohlen, wenigstens in der damals bekannte Künstlerstadt München mit seinen vielen Ateliers zu arbeiten.

Berthold Auerbach hatte mit seinen „Schwarzwälder Dorfgeschichten“ viel Erfolg. Auerbachs Verleger wollte die Novelle in einer illustrierten Prachtausgabe herauszubringen. Dafür wurde ein Illustrator gesucht und Hasemann der Vorschlag gemacht, eine Studienreise nach Gutach im Schwarzwald zu machen. Das Ansinnen reizte Hasemann, da er den landschaftlichen Charakter des Schwarzwaldes und deren Bewohner mit ihren eigenartigen Kostümen nicht kannte.

Beim Löwenwirt Aberle in Gutach logierte auf Empfehlung Hasemann 1880 und durchstreifte das Gutachtal und Umgebung. Blühende Obstbäume, prächtige Bauernhöfe und die jungen Mädchen in der malerischen Tracht mit ihrem roten Bollenhut faszinierten Hasemann. Er lernte die Triberger Wasserfälle kennen, den Schellenmarkt mit seinen Hirten auf dem Fohrenbühl. Er genoss den herrlichen Ausblick bis zum Straßburger Münster vom Farrenkopf aus. Es verwunderte nicht, den schnellen Entschluss von Hasemann, hier bleiben zu wollen.

Schon 1881 war Hasemann Mitorganisator und Betreuer der Gutacher Gruppe beim großen Trachtenumzug in Karlsruhe anlässlich der Silberhochzeit des Großherzogs. Die Gutacher Bollenhuttracht war wie öfters bei Trachtenfesten umjubelter Mittelpunkt. Zahlreiche Serien wurden von Hasemann bebildert, so auch für Hansjakob die Bücher „Vogt auf dem Mühlstein“, „Erinnerungen einer alten Schwarzwälderin“ und „Afra“.

Endgültig zum Gutacher wurde er, als er im Steinenbach ein altes Häuschen erwarb und im Dorf als Atelier wieder aufbauen ließ. Auch das Eheglück hielt 1889 Einzug, da Hasemann Luise Lichtenberg aus Mühlberg in sein neues Heim heimführte. Das vielfältige Schaffen des Künstlers war so umfangreich, dass die Gemeinde Gutach ihm und seiner Frau das Ehrenbürgerrecht von Gutach verliehen wurde. Die Schwester von Frau Hasemann hatte den späteren Professor Curt Liebig geheiratet, den es dann ebenfalls nach Gutach in die Künstlerkolonie zog.

Das Schaffen Hasemanns war immens, denn es entstanden Bilder vielfältiger Trachten der Schwarzwaldtäler Wolfach, Schapbach, der Kinzig, Elz und Glotter. Er versammelte die Trachten vor der Wallfahrtskirche in Triberg, auf dem Schellenmarkt der Schwarzwälder Hirtenbuben, auf Kirch-, Hochzeits- und Taufgängen.

Als Hasemann 1913 allzu früh verstarb, hat ein ganzes Dorf mit seiner Umgebung nah und fern getrauert und in einem nicht enden wollenden Trauerzug zu Grabe getragen. Geblieben ist die Vielzahl der Bilder über Gutach, und der Umgebung, die Trachten, die Menschen nah und fern und diese berichten heute noch vom Können und Beobachten eines großen Künstlers.

Durch Hasemann wurde die rote Bollenhuttracht, die nur in Gutach, Reichenbach, einem Ortsteil von Hornberg und Kirnbach, einem Ortsteil von Wolfach getragen wird, als Schwarzwäldertracht in der ganzen Welt bekannt.


Gutacher Tracht nach dem Kirchgang

Freitag, 10. April 2026

Was verbirgt sich hinter dem stillen Windgfällweiher?


Der Windgällweiher wurde mit dem Bau der Eisenbahn, der Dreiseeenbahn, über die Region hinaus bekannt- nämlich sie führt am Titisee, Windgfällweiher und dem Schluchsee entlang. Er liegt zwischen den Ortsteilen Altglashütten (Gemeinde Feldberg) und Aha (Gemeinde Schluchsee), gehört zur Gemeinde Lenzkirch und umfasst 20 ha.

Ursprünglich ein kleiner Moorsee, der ein Überbleibsel der letzten Eiszeit war, wurde erstmals 1895 von der Schraubenfabrik Falkau durch einen Staudamm im Norden ungefähr um 6 m aufgestaut und damit vergrößert. 1929 übernahm das Schluchseewerk den Weiher und wurde in das Zuflussssystem des Schluchsee integriert. Er nimmt das Wasser vom Feldsee kommenden über einen 10 km langen Hangkanal auf und läuft über einen offenen Überleitungskanal durch das Haslachtal in den Schluchsee ab.

Der südlich Teil des Sees und seine Umgebung sind seit 1940 als flächenhaftes Naturdenkmal deklariert. Seit 1950 steht der See unter Landschaftsschutz. Seit 2002 gilt ein Angelverbot wegen PCB-Ablagerungen aus früherer Zeit. Ansonsten wird das Wasser laufend von der Landesanstalt für Umwelt kontrolliert. Am bewaldeten Ostufer des Windgfällweihers liegt wenig auffällig ein Strandbad mit einem denkmalgeschützten Gebäude und der Möglichkeit Stehpaddeln zu erlernen oder zu frönen. Alles andere ist verboten.

2020 wollte die Fürstlich Fürstenbergische Forstverwaltung am Windgfällweiher einen Reisemobilpark mit 115 Stellplätzen bauen. Der Widerstand der einheimischen Bevölkerung unterstützt vom Schwarzwaldverein und Naturschutz war erheblich. Letztendlich sah der Gemeinderat von Lenzkirch ein, dass die Erhaltung der Naturlandschaft höher zu bewerten war und lehnte das Projekt ab.

Auch ein Hotel, Hotel Köhlerei am See, mit 14 Betten und Einkehrmöglichkeit bis zu 70 Personen liegt am nördlichen Ufer getrennt durch die Straße nach Raitenbuch. In diesem Jahr wurde das Hotel um ein Zimmer und einem Wintergarten erweitert. Auch erfreut sich das Eisschwimmen oder Eisbaden im Winter immer mehr an Beliebtheit.

Zu Anfang 2026 wurde bekannt, dass das Hotel Köhlerei sich um einen terassenförmigen Anbau an das jetzige Hotel plant und Planungsunterlagen eingereicht hat. Aus 13 Zimmer sollen 84 Zimmer in einem siebengeschossigen Bau werden - zusätzlich einem Spa-Außenbereich mit Pool. Die Schwierigkeit für diesem Projekt, es liegt in einem Landschaftsschutzgebiet d.h. die Landschaft soll in ihrer vorgefundenen Eigentümlichkeit und Einmaligkeit erhalten bleiben.

Damit beginnt der Kampf in den Institutionen. Den Gemeinderat von Lenzkirch würde den Ausbau begrüßen, da zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden und die zusätzliche Kurtaxe in die Gemeindekasse gespült werden. Dem steht Naturschutz entgegen, da Bergmolche und Grasfrösche in unmittelbarer Nähe laichen. Ausgleichsmaßnahmen wurden natürlich angeboten. Auch die Ökologie meldete sich zu Wort, da es einen Beschluss des Abwasserzweckverband verbietet, Neubauten zu errichten, so lange in Lenzkirch und Feldberg das marode Wassernetz nicht in Ordnung gebracht ist.

Die Behördengremien werden das Für und Wider abwägen, die Änderungen des Bebauungsplans begutachten und dann auf das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald blicken, denn die treffen die finale Entscheidung.

Oh Schwarzwald, Oh Heimat



Freitag, 3. April 2026

Was verbirgt sich hinter dem roten Bollenhut?

Der Bollenhut ist ein Strohhut, der seit etwa 1800 zur Tracht in drei Dorfgemeinden getragen wird: Gutach, Reichenbach (Ortsteil von Hornberg) und Kirnbach (Ortsteil von Wolfach). Die drei Dörfer gehörten zum Herzogtum Württemberg und waren seit 1534 evangelisch inmitten von katholischen Gemeinden.

Unverheirateten Frauen tragen die Bollen rot, bei verheirateten schwarz. Den roten Bollenhut dürfen Mädchen erstmals bei der Konfirmation bis zur Hochzeit tragen. Bei der Hochzeit wird die Hochzeitsschäppel getragen und danach der schwarze Bollenhut.

Der ursprüngliche Bollenhut betrug etwa 500 g und wuchs im Laufe der vielen Jahre auf bis zu 2 kg an. Der breitkrempige, weißgekalkte Strohhut trägt 14 auffallende, kreuzförmig angeordnete Bollen aus roter Wolle. Sichtbar sind nur 11 Bollen, weil 3 von darüberliegenden verdeckt werden. Unter dem Bollenhut wird eine schwarze seidene Haube getragen, die unter dem Kinn gebunden wird. Kleine Mädchen und alte Frauen tragen nur die Haube. Mittlerweile wird der Bollenhut mit Tracht noch zu Festtagen und bei Brauchtumsveranstaltungen getragen.

Fälschlicherweise wird der rote Bollenhut außerhalb des Schwarzwaldes als Schwarzwaldtracht eingestuft. Dies ist den vielfältigen Veröffentlichungen der farbenträchtigen Tracht durch verschiedenen Künstlern zu verdanken, wie von Charles Lallemand Ende der 1850er Jahre, Ludovico Wolfgang Hart, der 1864 die ersten Fotografien veröffentlichte oder  ab Ende der 1870er Jahre durch die Gutacher Künstlerkolonie mit Wilhelm Hasemann, Curt Liebich und Fritz Reiss. Dazu kam die Großherzogin Luise von Baden, die um die Jahrhundertwende bei ihren Schwarzwaldbesuchen  fälschlicherweise den roten Bollenhut trug. Den Rest zur Verkitschung trug der Film “Schwarzwaldmädel” aus dem Jahr 1950 bei. So wurde der Bollenhut immer mehr als Werbemittel für den gesamten Schwarzwald verwendet, leider bis hin zur Geschmacklosigkeit. Eine kleine Auswahl der Stilblüten von Werbeagenturen aus meiner Sammlung: "Schwarzwald Kitsch".

Ostergrüße einer Möbelfabrik, Gästebegrüßung im Steigenhaus in Höllsteig, IHK Zeitschrift “Im Südwesten”, Kreisverkehr vor Räucherei Schwarzwaldhof in Blumbeg, Osterhase aus St Georgen Genusswerkstatt, Hauben für Golfschläger, Inserat der Firma Presswerk Oberkirch, Werbung von Bofrost, Parkplatzverschönerung in Triberg. Oh, Schwarzwald: Sehnsucht Heimat!










Freitag, 27. März 2026

Was verbirgt sich hinter Alt-Waldshut?

Waldshut 1852

Am oberen Tor prangt auf blauen Wappengrund ein roter Löwe, weiß verziert, während das „Waldshuter Männle“ als Wappen über der Rathaustür auf die Häuser mit den Hotzenhauben blicken. Löwe und Hotzenwälder sind Wahrzeichen der Waldshuter Geschichte. Als Vorderösterreichische Festungsstadt hielt Waldshut 1468 den wochenlangen Angriffen der Schweizer Eidgenossenschaft tapfer stand und verhinderte so, dass das rechte Rheinufer schweizerisch wurde. Zum Dank wurde den Waldshutern der rot-weiß-rote Löwe als Wappentier zuerkannt. Noch heute wird jedes Jahr am Wochenende nach Maria Himmelfahrt 5 Tage lang die „Waldshuter Chilbi“ mit dem Schafsbock gefeiert. Der Legende nach wurde der letzte Schafsbock gemästet und auf der Festungsmauer auf und ab geführt. Die Schweizer sollen daraufhin die Belagerung abgebrochen haben, obwohl die Festungsmauern schon teilweise sturmreif geschossen worden waren.

Die Stadtbewohner schlossen sich 1524 mehrheitlich der Reformation an. Mit dem Prediger Balthasar Hubmaier gelang es, die Waldshuter Bevölkerung zur religiösen und politischen Revolution mit einer radikalreformatorischen Bewegung zu begeistern. Es kam zu einem regelrechten Bildersturm, kirchlichen Geräte wurden zerschlagen, Bilder und Statuen vernichtet. Die Reaktion der Regierung ließ nicht lange auf sich warten: Am 6. September 1525 wird die Stadt von österreichischen Truppen eingenommen, um wieder Ruhe und Ordnung herzustellen. Waldshut verlor viele Privilegien, wie die Selbstwahl des Bürgermeisters, denn in Zukunft war dies der Waldvogt der Regierung oder der rot-weiß-rote Löwe im Wappen durfte nicht mehr geführt werden.

In den folgenden Jahren wurde Waldshut von einer verheerenden Pestepedemie 1611 heimgesucht. Aber nicht nur diese sondern der 30jährige Krieg und die Erbfolgekriege brachten Durchzüge, Besetzungen und viel Leid in die Stadt. Dazu kamen die Salpeterkriege 1728-1748, in denen ein Teil der Bauern aus dem Hotzenwald ihre alten Rechte und Freiheiten vor allem gegen das Kloster St Blasien verteidigten. Zweimal versuchten die Salpeterer Waldshut zu stürmen, um dort inhaftierte Gesinnungsgenossen zu befreien.

Im Frieden von Lunéville wurde 1801 der Breisgau und Ortenau und damit Waldshut dem Herzog von Modena, einem Habsburger als Entschädigung von Napoleon für die Gebietsverluste in Italien zugesprochen. Im Frieden von Pressburg wurden 1805 dagegen der Breisgau und die Ortenau dem Großherzogtum Baden  endgültig zugesprochen. Zuvor war die Grenzziehung zwischen Württemberg und Baden sehr ungenau, so glaubten, die Württemberger große Teile des Breisgaus darunter auch Waldshut besetzen zu können. Was die Franzosen dann endgültig klärten.

Die Waldshuter Bürger waren über die neue Herrschaft unglücklich: Ein katholisches Land –Vorderösterreich- sollte von einem evangelischen Landesvater regiert werden. Auch das Prinzip der Selbstverwaltung der kommunalen Ebene der Wiener wurde durch die zentralistischen Grundsätze der Karlsruher ersetzt werden. Und das brachte viel Unruhe auf den Wald.

 

Freitag, 20. März 2026

Was verbirgt sich hinter dem Konkurrenten des Triberger Wasserfalls


Der berühmte Triberger Wasserfall ist in ganz Deutschland  als der höchste Wasserfall des Schwarzwaldes bekannt. Er ergießt sich über 163 m in sieben Stufen in die Tiefe und endet in Triberg im Ort. Siehe „Was verbirgt sich hinter der Talsperre über dem Wasserfall von Triberg?“

Wer vom Feldberg über den Stübenwasen nach Todtnau wandert, kommt im Grenzbereich zwischen Todtnauberg, Aftersteg und Todtnau zum Todtnauer Wasserfall. Das Stübenbächle vom Feldbergmassiv kommend stürzt sich in fünf Stufen teils frei insgesamt 97 m in die Tiefe. Die vorletzte und höchste Stufe beträgt 60 m und ist damit die bei weitem höchste Einzelstufe der deutschen Mittelgebirge.

Er durchfließt das Hochtal von Todtnauberg. Unterhalb des Zinkens Hangloch stürzt der Bach unvermittelt in eine Felskerbe mit zwei wenige Meter hohen Fallstufen. Nach kurzer Fließstrecke folgt ein polternder Fall von ungefähr 12 Metern Höhe, um dann über eine breite Fallkante von rund 60 m in einer vielfach gegliederten Hauptstufe hinabzustürtzen. Nach einem letzten 4 m hohen Absatz rauscht das Stübenbächle weitere 140 m steil hinab dem Schönenbach entgegen. Seit 1987 steht der Wasserfall unter Denkmalschutz. In kalten Winternächten gefriert der Wasserfall zu einem bizarren Gebilde überdimensionaler Eiszapfen.

Von der Straße Todtnau zum Notschrei ist der Wasserfall in der ersten großen Kurve rechts zu sehen. Vor allem während der Schneeschmelze oder nach heftigem Regen spritzt der Wasserregen umher und bildet bei Sonnenschein einen Regenbogen.

In einer Entfernung von 300 m östlich der oberen Fallstufe befindet sich der Monolith „Schatzstein“. Der Felsblock weist merkwürdig eingemeiselte Zeichen auf. Die einen behaupten, dass es sich um Markscheider-Zeichen über die Lage der Gruben oberhalb des Wasserfalls handelt. Andere behaupten, dass es die genaue Lage eines Geldschatzes bezeichne, der zur Zeit des französischen Einfalls um 1795 von Feinden auf der Flucht vor den Österreicher vergraben worden sein soll. Ein französischer Offizier aus Nancy habe um 1830 seinen Todtnauer Quartierleuten in einem offenen Brief die genaue Stelle des vergrabenen Schatz bezeichnet. Es wurde schon oft gegraben, aber nichts wurde gefunden.

Der Wasserfall ist von Parkplätzen der Orte Todtnauberg und Aftersteg erreichbar. Oberhalb und unterhalb der Hauptstufe queren Stege den Wasserfall. Mittlerweile besuchen 500.000 Besucher im Jahr den Wasserfall. Als besondere Attraktion wurde 2023 eine 450 m lange Hängeseilbrücke „Blackforestline“ beim Todtnauer Wasserfall eröffnet, die 120 m über dem Talgrund verläuft. 5 Mio Euro wurden dafür investiert.

Mautzenstein Todtnauer Wasserfall


Freitag, 13. März 2026

Was verbirgt sich hinter den Naturdenkmälern des Schwarzwaldes?

Natürliche Formationen von Steinen waren stets Anknüpfungspunkt für Mythen und deren Zauber. Im Zuge der Esoterikbewegung erwachte die Sehnsucht, sich den vorchristlichen Kulturen zuzuwenden. Naturdenkmäler werden als Kultstätten der Kelten umgedeutet, um sie zu erklären.

 


Das Naturdenkmal Solfelsen oder Pelzkappenstein (seit 1950) in der Vorbergzone des Hotzenwaldes liegt auf dem Weg von Brennet nach Rickenbach-Jungholz. Ein Granitklotz 5,4 m hoch mit 88m³ und 230 t Gewicht durch Verwitterung an Ort und Stelle und durch Wegwaschung des Gruses entstanden. Kaufmann Streicher kaufte 1870 das Areal, um zu verhindern, dass es zum nahen Steinbruch einbezogen wurde. Heute befindet sich das Naturdenkmal im Besitz des Schwarzwaldvereines.


Das Naturdenkmal Siebenfelsen (seit 1905) am Ende des Yachtales von Elzach-Yach liegt auf dem Weg zum Rohrhardsberg. Sieben Felsen sind zu einer Formation aufgetürmt, deren Geheimnis noch niemand gelüftet. So bleibt die Vermutung, dass es sich um ein Kulturdenkmal oder gar um eine Opferstätte der Kelten handelt.

 





Das Naturdenkmal Heidenkirche (seit 1963) liegt am Ende des Harmerbachtales der Gemeinde Oberharmersbach kurz vor dem Löcherberg. Früher hatte man geglaubt, dass es sich um eine vorgeschichtliche Kultstätte handelte, in der die Bewohner des Tales den Göttern ihre Opfer dargebracht haben.  Sie gehört dagegen zur Geröllsandstein-Formation des Mittleren Buntsandsteins, die besonders zur Blockbildung neigt.

 


Das Naturdenkmal Giersteine (seit 1940) befindet sich hoch über dem Murgtal neben dem Ort Forbach-Bermersbach. Hier  liegen drei 7x4x4 m mächtige Forbachgranitfelsen. Das Dritte Reich hat diese Felsen als Opfersteine oder germanische Kultstätte vereinnahmt. Die Sagenwelt glaubte den Teufel bemühen zu müssen, der die Ausbreitung des Christentums im Murgtal hier verhindern wollte. Aber naheliegend ist die die wissenschaftliche Erklärung, dass es sich als typische Zeichen der Verwitterungsformen von Granit handelt.

 

Das Naturdenkmal Mautzenstein (seit 2007) liegt auf dem Weg und dem früheren Grenzverlauf von Baden und Württemberg Bad Herrenalb-Bernbach zum Bernstein und Gaggenau. Der markante Buntsandsteinfelsblock (5x3x1m) diente als Grenzstein und weist kreuzförmige Grenzmarkierungen auf. Ein Schild informiert über Spekulationen, der Fels habe in der Frühzeit der Verehrung der Gestirne gedient, womit auf herauserodierte kreisförmige Strukturen in der Felsoberfläche angespielt wird. Der badische Landesgeologe Walter Hasemann beschrieb diese jedoch als natürliche Konkretionen.

 

 

 

 


Freitag, 6. März 2026

Was verbirgt sich hinter den Waldhufendörfern des Nordschwarzwaldes?

Beinberg Skizze

Der siedlungsleere Schwarzwald wurde abgesehen von den Randbezirken erst um 1000 n. Chr. besiedelt. Vor allem waren es die Klöster, die die landwirtschaftliche Besiedlung vorantrieben. Aber auch die Betreiber der Waldgewerbe hatten vor allem im Nordschwarzwald einen Anteil an der Besiedlung. Diese begann im 12. und war im 14. Jahrhundert abgeschlossen.

 

Im mittleren und am Rande des Nordschwarzwaldes waren es die Einzelhöfe, die die Rodungsarbeiten vorantrieben. Im siedlungsfeindlichen Gebiet der Murg oder die tiefeingeschnittenen Täler der Enz oder Nagold waren es eher die Haufendörfer, die zur Siedlung sich eigneten. Ansonsten waren es vor allem die Hochflächen zwischen Alb-, Enz- und Nagoldtal, die die Anlage von Waldhufendörfer zu ließen. Die nährstoffarmen Böden waren am zweckmäßigsten dafür. Allerdings sind die Bewohner nach Ende der strengen Hufenverfassung und dem Aufkommen der Realteilung näher zusammengezogen und dadurch sind ebenfalls Haufendörfer entstanden.

 

Eine Hufe drückte im Mittelalter eine Fläche aus, deren Größe es einer Familie erlaubte, durch landwirtschaftliche Bearbeitung und Nutzung den Lebensunterhalt nebst Abgaben daraus sicherzustellen. Die Größe war also kein Einheitsmaß sondern hing von der Bodenbeschaffung ab. In der Regel war es ein Geländestreifen von 50 bis 100 m Breite und 1000 bis 2000 m in der Länge.

 

Die Siedler erhielten Geländestreifen (Hufe) zur Rodung und Urbarmachung zugewiesen. So lag Hufe neben Hufe. Von einem Weg aus wurde zuerst das Wohnhaus gebaut. Dahinter wurde das Gelände vom Wald gerodet- einmal für den Gemüsegarten, anschließend für das Feld, Wiese oder Weide und dann folgte der Wald. Die Höfe waren in gleichen Abständen nebeneinander an der Dorfstraße aufgereiht. Jeder Siedler erhielt seinen geschlossenen Besitz, seine Hufe, als breiten Streifen quer zur Dorfstraße. Dadurch ist die Gemarkung in etwa gleich große Streifen gegliedert. Die Siedlung wird so lang wie seine Gemarkungsfläche. Die Siedler deponierten die Steine des Feldes, so dass mit der Zeit die Hufen durch einen niedrigen Steinwall getrennt waren. Dies war auch durch Wege oder Büsche und Bäume geschehen. Solch angelegte Dörfer wurden als Waldhufendörfer bezeichnet.

 

Beinberg, eingemeindet nach Bad Liebenzell, ist heute noch ein Beispiel für die Anlage eines Waldhufendorfes.

 

Um das Wissen über die Entstehung der Waldhufendörfer auch an Besucher weiter zu geben, wurde in Beinberg ein Themenpfad eingerichtet. Auf zwölf Stationen erlebt der Besucher die mittelalterliche Welt, mit der die damaligen Verhältnisse ein Stück weit erlebbar gemacht werden.

Beinberg im Nordschwarzwald


Freitag, 27. Februar 2026

Was verbirgt sich hinter dem Stausee bei Vöhrenbach?

Nach dem Ersten Weltkrieg waren erhebliche Reparationsleistungen in Form von Kohlelieferungen an die Alleierten zu tätigen. Das führte dazu, dass wo immer es möglich war, der Einsatz von Kohle durch Elektrizität ersetzt wurde. Das Laufwasserkraftwerk Laufenburg, das den Hauptbedarf des Stroms im südlichen Schwarzwald deckte und 1914 ans Netz ging, konnte bald nicht mehr den steigenden Strombedarf decken. Ständig kam es zu Störungen bei der Stromversorgung, der Strom wurde rationiert, es gab Stromsperrtage. Für die Industrie ein unhaltbarer Zustand. Hinter diesem Hintergrund entstand die Planung eines Kraftwerkes im Linachtal, das auch von der damaligen Regierung unterstützt wurde: Nutzt die „weiße Kohle“ als Energieerzeugung.

So entstand 1922 bis 1925/26 der Stausee bei Vöhrenbach. Eines der Probleme war die Hochinflation (1 l Milch kostete 12 Mio Papiermark) Trotz des großen Waldbestandes von Vöhrenbach, hätte es die Gemeinde beinahe an den Rand des Ruins getrieben. Ein weiteres Problem war die geplante Staumauer. Sie sollte in offener Bauweise entstehen, die aus Gewölben, Wandscheiben und Querriegeln sich zusammen setzen sollte. Vorteil dieser Bauweise, es sollten nur 6.500 cbm Beton anstatt 32.500 cbm wie für eine Vollmauer verwendet werden.
Vor allem die Behörden hatten große Bedenken wegen der in den USA üblichen Bauweise und insbesondere wegen des Untergrundes, der zu porös sei. Was sich im Nachhinein als richtig erwies, denn es wurden deswegen 4.500 cbm mehr Beton verwendet und die gesamte Anlage war, wie es sich später herausstellte, nie ganz dicht.

In den Jahren 1922 bis 1825 entstand eine 143 m breite Staumauer, die etwa 3 m stark und 25 m hoch war. Diese Eisenbetonmauer in aufgelöster Bauweise ist heute einzigartig in Europa. Das besondere an der Gewölbemauer sind ihre Pfeiler, die den Wasserdruck auf den Felsenuntergrund übertragen. Die Gewölbe, es gibt davon dreizehn, sind 10,80 m weit gespannt und geben der Talsperre ihr Gepräge. Die Fundamente sind bis zu 14 m tief im Erdreich verankert.

1923 konnte erstmals mit Hilfe der Talsperre Strom erzeugt werden, 1925 war die Anlage fertiggestellt. Die Linach war ein Kunstsee mit 1 km Länge, der 1,1, Mio cbm Wasser beinhaltete und eine Fläche von 110.000 m² überflutete. Was die Talsperre gekostet hat, lässt sich auf Grund der Inflation nicht beziffern. Die Inflation war derart eskaliert, dass Vöhrenbach auf Grund seiner umfangreichen Wäldereien eigenes Geld drucken musste.

Die Zeitenwende aber kam in den 1960er Jahren. 1968 konnte die Stadt Vöhringen noch 65.000 DM Gewinn erwirtschaften. Eine falsche Finanzpolitik der Stadt ließen die Defizite aus dem Kraftwerkbetrieb immer größer werden, denn die Gewinne wurde für andere Dinge verwendet. Es fehlten die finanziellen Mittel für den Ausbau des Ortsnetzes, für notwendige Sanierungen. So beschloss der Stadtrat 1969 die Stilllegung der Talsperre. Das Kraftwerk Laufenburg steuerte sogar 250.000 DM für den Abbruch der Staumauer bei, was glücklicherweise ausblieb. 1988 wurde aus Sicherheitsgründen das Wasser abgelassen.

Im Gefolge der Energiekrise von 1973 (autofreie Sonntage) und des Atomunglücks von Harrisburg kommt es mit der Zeit zu einem energiepolitischen Umdenken. Verschiedene Politiker sprechen sich für einen Erhalt der Linachtalsperre aus. Allein die Finanzierung von 5 Mio DM ist das große Problem. Die Zusage vom Denkmalamt für den Erhalt des Kulturdenkmals ist der erste Schritt neben den beharrlichen Bemühungen des visionären Bürgermeisters von Vöhrenbach, Robert Sgurmberger. Es gründet sich eine private Initiative GEDA Linach KG, die das Kraftwerksgebäude und die technischen Anlagen sanieren. 1998 wurde der erste Strom wieder erzeugt. Verschieden Initiativen, Zuschüsse, willige Behörden und gute Beziehungen in die Politik ermöglichten das Wunder: Die Talsperre wurde mit 6,5 Mio € saniert und speist 1,2 Mio Kw ins Stromnetz ein.

 

 

 

 

 

Freitag, 20. Februar 2026

Was verbirgt sich hinter der Schwarzwälder Handels- und Poststraße?


Diese führte von Frankfurt und Straßburg über Offenburg, Hausach, Hornberg, Villingen und Donaueschingen nach Schaffhausen, München und Konstanz und ist heute als B 33 über Triberg und St Georgen eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen über den Schwarzwald.

 

Der frühere Straßenbau vermied alle engen schluchtenartigen Täler mit reißenden Gebirgsbächen, weil diese bei jedem Hochwasser die Straße aufrissen. Deswegen wurden damals die Straßen möglichst gerade auf und ab über Berg und Tal gebaut. Das offene Kinzigtal lud zwar den Reisenden ein, aber beim Aufstieg auf die Baar oder dem oberen Neckarland schickt es den Ahnungslosen auf einsame Pfade, um die manch lichtscheues Gesindel beutegierig lauerte.

 

Die Personenbeförderung über den Schwarzwald wurde ab 1700 vom Kronenwirt in Schaffhausen übernommen. Er fuhr alle 10 Tage mit der Kutsche über den Schwarzwald nach Frankfurt. 1742 wird ein reitender Briefpostkurs von Augsburg über Ulm durch das Höllental bis Freiburg eingerichtet. Stimmen, die eine Postlinie durch das Kinzigtal forderten wurden überhört. Erst 1752 wurde die Strecke festgelegt: Die damalige Straßenführung über Hornberg (358 m), das offene Reichenbachtal mit bis zu 15% Steigung zur Benzebene (900 m), fällt mit 10% Gefälle hinab nach Krummschiltach (775 m), mit 15% Steigung zum Brogen (895 m) hinauf nach Peterzell und Villingen. Zusätzlich wurden auf dem Weg von Offenburg bis Villingen 6 verschieden Territorien durchfahren: die freien Reichstädte Offenburg, Gengenbach und Zell, das Fürstlich Fürstenbergische Gebiet von Hausach, von Hornberg bis Peterzell württembergisches Gebiet und danach Vorderösterreich. Von Kehl bis Schaffhausen waren es sogar 12 Zollstationen. Zuerst waren es berittene Postillions, die die Verbindung aufrecht hielten, später wurde dann die mit 4 Pferden bespannte Postkutsche eingesetzt.

 

Zu jener Zeit waren die die Karrenwege bis Ende des 18. Jahrhunderts in einem erbärmlichen Zustand. Noch 1786 schickte der Posthalter Stölker von Haslach einen „Kontingentsoldaten“ zur Bewachung mit. Die Ordinaripost fuhr ab 1755 zweimal wöchentlich über den Schwarzwald. Thurn und Taxis schloss sich ebenfalls ab 1760 regelmäßig von Kehl nach München und zurück an.

 

Die damaligen Postwagen waren nicht sonderlich bequem. Sie hatten keine Federn sondern die Bänke hingen in Lederriemen. Wegen der enormen Steigungen im Reichenbachbachtal gab es in Krummschiltach eine Posthalterei, die bis zu 40 Pferden für den notwendigen Vorspann bereithielt. Der Posthalter von Gengenbach verriet: „Wer einmal die Strecke mitgefahren ist, kommt nie wieder.“ Vor allem im Winter mit seinen Schneeverwehungen benötigte ein Postwagen für die wenigen Kilometer von Hornberg nach Krummschiltach 8 Stunden.

 

Erst 1836 wurde die wichtige Poststraße aufgegeben und 1836 bis 1839 die neue Trasse der der heutigen B 33 über Triberg und St Georgen gebaut. Dies insbesondere da Triberg und St Georgen als Uhrenzentren nur über Karrenwege zu erreichen waren.

 

Mit dem Bau der neuen Straße war die alte Straße im Reichenbachtal leer und tot. Der letzte Posthalter in Krummschiltach verkaufte seine Posthalterei und kaufte in St Georgen die Post. Hier hielten wiederum die Postkutschen, um nach dem Aufstieg die Pferde zu wechseln.