Diese führte von Frankfurt und Straßburg über Offenburg, Hausach, Hornberg, Villingen und Donaueschingen nach Schaffhausen, München und Konstanz und ist heute als B 33 über Triberg und St Georgen eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen über den Schwarzwald.
Der frühere Straßenbau vermied
alle engen schluchtenartigen Täler mit reißenden Gebirgsbächen, weil diese bei
jedem Hochwasser die Straße aufrissen. Deswegen wurden damals die Straßen
möglichst gerade auf und ab über Berg und Tal gebaut. Das offene Kinzigtal lud
zwar den Reisenden ein, aber beim Aufstieg auf die Baar oder dem oberen
Neckarland schickt es den Ahnungslosen auf einsame Pfade, um die manch
lichtscheues Gesindel beutegierig lauerte.
Die Personenbeförderung über den
Schwarzwald wurde ab 1700 vom Kronenwirt in Schaffhausen übernommen. Er fuhr
alle 10 Tage mit der Kutsche über den Schwarzwald nach Frankfurt. 1742 wird ein
reitender Briefpostkurs von Augsburg über Ulm durch das Höllental bis Freiburg
eingerichtet. Stimmen, die eine Postlinie durch das Kinzigtal forderten wurden
überhört. Erst 1752 wurde die Strecke festgelegt: Die damalige Straßenführung
über Hornberg (358 m), das offene Reichenbachtal mit bis zu 15% Steigung zur
Benzebene (900 m), fällt mit 10% Gefälle hinab nach Krummschiltach (775 m), mit
15% Steigung zum Brogen (895 m) hinauf nach Peterzell und Villingen. Zusätzlich
wurden auf dem Weg von Offenburg bis Villingen 6 verschieden Territorien
durchfahren: die freien Reichstädte Offenburg, Gengenbach und Zell, das
Fürstlich Fürstenbergische Gebiet von Hausach, von Hornberg bis Peterzell
württembergisches Gebiet und danach Vorderösterreich. Von Kehl bis Schaffhausen
waren es sogar 12 Zollstationen. Zuerst waren es berittene Postillions, die die
Verbindung aufrecht hielten, später wurde dann die mit 4 Pferden bespannte
Postkutsche eingesetzt.
Zu jener Zeit waren die die
Karrenwege bis Ende des 18. Jahrhunderts in einem erbärmlichen Zustand. Noch
1786 schickte der Posthalter Stölker von Haslach einen „Kontingentsoldaten“ zur
Bewachung mit. Die Ordinaripost fuhr ab 1755 zweimal wöchentlich über den
Schwarzwald. Thurn und Taxis schloss sich ebenfalls ab 1760 regelmäßig von Kehl
nach München und zurück an.
Die damaligen Postwagen waren
nicht sonderlich bequem. Sie hatten keine Federn sondern die Bänke hingen in
Lederriemen. Wegen der enormen Steigungen im Reichenbachbachtal gab es in
Krummschiltach eine Posthalterei, die bis zu 40 Pferden für den notwendigen
Vorspann bereithielt. Der Posthalter von Gengenbach verriet: „Wer einmal die
Strecke mitgefahren ist, kommt nie wieder.“ Vor allem im Winter mit seinen
Schneeverwehungen benötigte ein Postwagen für die wenigen Kilometer von
Hornberg nach Krummschiltach 8 Stunden.
Erst 1836 wurde die wichtige
Poststraße aufgegeben und 1836 bis 1839 die neue Trasse der der heutigen B 33
über Triberg und St Georgen gebaut. Dies insbesondere da Triberg und St Georgen
als Uhrenzentren nur über Karrenwege zu erreichen waren.





