| Bregquelle bei Martinskapelle |
Nach allgemeiner,
anerkannter wissenschaftlicher Definition, gilt der längste Zufluss als Quellfluss.
Da beißt die Maus keinen Faden ab, es ist die Breg: Die Bregquelle liegt auf
1.078 m auf der Martinskapelle im Katzensteig bei Furtwangen und ist 45 km lang
bis zum Zusammenfluss mit der Brigach bei Donaueschingen. Eine Tafel an der
Quelle weist auf den Beginn der geographischen Längenmessung der Donau hin. Die
Breg fließt durch Furtwangen, das Schönenbachertal, Vöhrenbacher Ried
vermittelt eine Vorstellung wie früher die die meisten Talauen im Bregtal
ausgesehen haben, ab Vöhrenbach nutzen mehrere Wasserkraftwerke die Breg, das
Hochwasserrückhaltebecken bei Wolterdingen, bei Hüfingen gliedert sich die Breg
in drei Arme: einmal zum Kofenweiher als Naherholungsgebiet, an den Weiher mit
Kraftwerk, bei der Seemühle und den Mühlenkanal, ab Hüfingen sind es noch 4 km
an Allmendshofen vorbei bis zum Zusammenfluss mit der Brigach.
Die Quelle des
zweiten Zuflusses der Donau, die Brigach bringt es auf 40 km bis zum
Zusammenfluss
mit der Breg und liegt im Keller des 450 Jahre alten
Hirzbauernhofes 930 m hoch und wird in einen kleinen Teich vor dem Hof
geleitet. Der Hof liegt im Obertal von Brigach, heute ein Ortsteil von St
Georgen. Über Brigach zum ehemaligen Klosterweiher in St Georgen geht der Weg
der Brigach nach Villingen, dort versuchten die Schweden 1634 mit einem
Staudamm die Brigach aufzustauen, um Villingen zur Kapitulation zu zwingen, was
nicht gelang, über das Brigachtal wird Donaueschingen durchflossen.
Die sogenannte Donauquelle
mit ihrem Donaubach liegt in einer Ecke des Schlossgartens des Fürsten zu
Fürstenberg: Viele Leute sehen heute noch dies als Quelle der Donau an, die
seit Überlieferungen des 14. Jahrhunderts dokumentiert ist. Es ist eine
kunstvoll gefasste Karstquelle, sie ist der Wasseraustrittsort eines
Karstgrundwasserleiters in einem Karsystem mit einer Schüttung von 60 bis 120
l/s und mündet heute nach 100 m unterirdischen Leitungen in die Brigach. Früher
floss sie als offener Bach durch den Schlosshof. 1910 wurde im Auftrag von
Kaiser Wilhelm II ein Donautempel am Ausfluss in die Brigach errichtet.
Früher bestand
hier ein Sumpfgebiet, das man im 18. Jahrhundert trockenlegte. Vor 1828 bestand
eine viereckige Fassung um die Quelle. Sie ist eine von 22 Quellen im Umfeld
des Zusammenflusses von Breg und Brigach. 1875 wurde die Quelle von Fürst Karl
Egon III als kreisrundes Quellbecken
gestaltet. Die Figurengruppe zeigt wie die „Mutter Baar ihrer jungen
Tochter Donau den Weg in die Ferne weist“. Sie kam 1896 hinzu. Seit 2013/2015
wurde die Donauquelle einer grundlegenden technisch wie denkmalpflegerisch anspruchsvollen
Sanierung unterzogen. Nach Genehmigung des Innenministeriums in Stuttgart 2022
dürfen Furtwangen als auch Donaueschingen entgegen der Wissenschaft die
Bezeichnung „Donauquellenstadt“ tragen.
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| Donauquelle Donaueschingen |









