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| General Moreau 1796 |
Das Höllental ist ein tief eingeschnittenes, teilweise schluchtartigen Tal östlich von Freiburg und führt von dem einladenden Himmelreich (Ortsteil von Buchenbach) hinauf auf den Schwarzwald nach Hinterzarten. Am Ende von Himmelreich engt sich das Tal ein. Nach dem Felsen mit der Ruine Falkenstein und dem Bahnhof Hirschsprung verengen sich die bis zu 130 m hohen Felsen beidseitig zum Hirschsprung. Ein Stelle, an der nur Straße und Rotbach Platz haben, während die Bahnstrecke in Felsentunnels die Engstelle passiert. Auf dem rechten Felsen steht ein Hirsch, der angeblich über die Engstelle sprang, um dem verfolgenden Jäger zu entkommen. (Siehe: Was verbirgt sich hinter dem Hirschsprung im Höllental?)
Das Höllental hieß früher Falkensteiner
Steige -nach den Herrschern der Region, die Falkensteiner, die ihren Wegezoll erräubert
hatten. Seit dem 12. Jahrhundert war sie nur ein mühsamer, miserabler
Maultierpfad. Außerdem hatten die wilden
Hochwässer des Rotbachs alle Anstrengungen zunichte gemacht. Deswegen wurde zur
Kelten- und Römerzeit die Wagensteig .benutzt.
Die 9 m enge Schlucht, die sich Rotbach und
Maultierpfad teilen musste, wurde 1638 von 2.000 französischen Soldaten als
Karrenweg verbreitert. 1755 haben frohnende Bauern den Höllentalweg weidlich
befahrbar gemacht. Für die Hochzeitsreise von Marie-Antoinette auf ihrem Weg
von Wien, Donaueschingen nach Paris zu ihrer Hochzeit mit dem späteren
französischen König Ludwig XVI wurde am Karrenweg 1770 erhebliche
Felsensprengungen vorgenommen und zu einem holperigen Chausseeweg ausgebaut.
Höllental als Name gab dieser Schlucht ein
französisches Revolutionsheer, das 1796 nach verlorener Schlacht das Tal der
Hölle glaubte hinter sich zu haben. 40.000 französische Soldaten mussten mit
ihren Pferden, Geschützen und Wagen den riskanten Rückzug durch die enge
Falkensteiner Staig antreten. Damals erzählten die Soldaten, die glücklich
Freiburg erreicht hatten, sie seien dem “Val d’enfèr, dem Tal der Hölle”
entkommen.
1885 wurde die Höllentalbahn mit Tunnels durch die
Engstelle des Hirschsprung gedrückt. 1887 fand die Eröffnung der Höllentalbahn
unter Anwesenheit des Großherzogs Friedrich I statt. Der Förderer und
Reichstagsabgeordnete Franz Josef Faller sollte die Begrüßungsrede halten,
starb aber wenige Minuten vor seinem Auftritt an einem Schlaganfall. Die
heutige Strecke wurde 1851-1901 ausgebaut. Die
Kuriosum in der Geschichte der Höllentalbahn war: 1923 konnte die Rheintalbahn
von Amsterdam nach Basel nicht befahren werden konnte. Die französische Armee
hatte nach dem Ersten Weltkrieg Offenburg und Appenweier besetzt. So musste der
Umweg ab Karlsruhe über Pforzheim, Horb, Villingen und Donaueschingen durch das
Höllental nach Freiburg geleitet werden. So gab es in jener Zeit einen
Schlafwagen Frankfurt – Hinterzarten. Nach der Engstelle weitet sich das Tal nochmals bei Höllsteig. Das
Hofgut Sternen, in dem Maria Antoinette damals Kaffee trank, liegt am Eingang
der romantischen Ravennaschlucht mit ihrem berühmten Viadukt über der Schlucht.
Kurz zuvor die bekannte 1148 erbaute Kapelle St Oswald. In mehreren steilen und
sehr engen Kehren windet sich die Straße die 400 Höhenmeter auch nach
Hinterzarten. Wegen des starken Verkehrs vor allem dem Schwerlastverkehr ist der
Falkensteigtunnel im Bundesverkehrswegeplan 2030 mit wenig Erfolg aufgenommen
worden.
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| Höllental 1902 mit Ravennabrücke |





