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| Feldberg vomSchauinsland |
Nach dem der 2. Weltkrieg beendet war, wurde natürlich der Feldberg von französischen Truppen, wie auch Hotels und Gaststätten, besetzt und erst nach Jahren freigegeben. Der Feldbergerhof wurde nach langwierigen Verhandlungen 1952 an den Besitzer zurückgegeben.
Langsam kam auch
das Skifahren wieder auf. Den ersten Skilift auf dem Feldberg betrieb die
französische Besatzungsmacht auf der Grafenmatt als Schlittenaufzug. Nur mit
Mühen konnte die deutsche Behörden den Abbau der gefährlichen Anlage 1950
durchsetzen, da sie in keinster Weise den Vorschriften entsprach. 1951 wurde
eine Schwebeseilbahn vom Feldbergerhof zum Bismarckdenkmal eingeweiht. 1952 kam
ein Schlepplift auf der Grafenmatt dazu. Heute sind es 15 Lifte am Feldberg,
die der Skifreizeit dienen.
Kaum hatten sich
die Verhältnisse einigermaßen normalisiert, ging die Gemeinde Menzenschwand mit
einem Gesuch 1950 an den damaligen badischen Staatspräsidenten Leo Wohlleb:
Auflösung der Gemeinde Feldberg, da sie immer gegen diese Gründung waren und
erhebliche Einbußen ohne entsprechenden Ausgleich gehabt hätten. Dem schlossen
sich die Gemeinden Todtnau, St Wilhelm, Zastler und Bernau an. Allein
Hinterzarten hielt sich zurück. Bis Mitte der 50er Jahre dauerten die
Verhandlungen und Abfindungen bis die Zufriedenheit einkehrte, der Fortbestand
der Gemeinde Feldberg gesichert war.
Mit geordneten
Verhältnissen wurde auch wieder das traditionelle Viehhirtenfest auf den Hütten
des Feldbergs gefeiert. 1945 hatten die Familie Kunz von der Todtnauer Hütte
aus Dankbarkeit über die Heimkehr des Sohnes aus dem Krieg eine Waldkapelle,
die Lautentiuskapelle, errichtet. Dort findet zum traditionellen Laurentiusfest
am 10. August ein Feldgottesdienst mit dem Freiburger Erzbischofs statt.
Leider forderte
auch die einstige Besatzungsmacht Unterstützung für sich. 1953 war eine 25x25
und 50 m hohe Richtfunkantenne der amerikanischen Sttreitkräfte neben dem
Feldbergturm erbaut worden. Diese wurde 1968 durch zwei riesige “Ohren”, eine
NATO-Radaranlage, ergänzt, mit der man weit in den Ostblock hineinhören konnte.
Sie wurden 1998 abgebaut und das Gelände renaturiert.
1959 verkaufte
der Schwarzwaldverein den Friedrich-Luise-Turm an die
Bundesvermögensverwaltung. Diese baute einen neuen, dritten 45 m hohen Turm,
der für Radio und Fernsehen durch den Südwestfunk genutzt wurde. Aber wegen den
technischen Fortschritten wurde 2003 ein neuer 82 m hoher Stahlbetonturm jetzt
aber auf dem Feldberg selbst gebaut. Der alte Turm wurde nicht abgerissen und
an die Gemeinde Feldberg verkauft. Dieser wurde dem Tourismus erschlossen und
erhielt im 11. Stock eine Aussichtsplattform.
Gott sei Dank
wurde bis heute Gleitschirmfliegen und Windkraftanlagen auf dem Feldberggebiet
verboten.
1935 bis 1939 waren
im Feldberggebiet Gämsen ausgewildert worden. Ein Bestand von 250 Gämsen hat sich bis heute eingependelt.
Allerdings hat sich die Gämse auch auf andere Gebietei m Schwarzwald
ausgedehnt. So wurden auch Gämsen im Schrambergergebiet, im Wolftal, im Gebiet
Rottweil, ja bis Raum Pforzheim gezählt. Seit 2012 wurde auch ein Wolf im
Gebiet Hinterzarten/Feldberg nachgewiesen.
